Hilfe mit Herz und Hand

Viele ehemalige Teilnehmer haben sich mit den Zielsetzungen des Bauordens identifiziert und fördern die Arbeit finanziell. Einige setzen auch ihren Urlaub, vor allem aber ihre Zeit als Ruheständler ein, um auf den Baucamps mitzuarbeiten. In den letzten Jahren steigt die Zahl von rüstigen Senioren, die ihre Kenntnisse in die Bauordensarbeit einbringen.

Ihre Einsatzgebiete:

  • Teilnahme an den regulären Baucamps ohne besondere Funktion
  • Bei vorhandenen speziellen Fachkenntnissen gezielte Einsätze als technische Leitung
  • Mitarbeit in speziellen Seniorenbaucamps
  • In Deutschland, Italien, Litauen und vielen anderen europäischen Ländern

Was Sie mitbringen

  • Sie finden es der Mühe wert, anderen zu helfen
  • Sie haben 2-3 Wochen Zeit, sind rüstig, und körperlicher Arbeit nicht abgeneigt
  • Sie können sich in eine Gruppe einordnen, haben auch gerne mal Kontakt zu jungen Leuten
  • Sie bringen unter Umständen Fachkenntnisse mit und können sie auch anderen vermitteln
  • Sie erwarten keine Hotelunterkunft und –verpflegung, sondern kommen auch mit einfachen Gegebenheiten zurecht
  • Sie sprechen eventuell Fremdsprachen, können sich aber auch „ohne Worte“ verständigen

Erfahrungsberichte

„Trotz offensichtlicher Armut waren spontane Einladungen zu abendlichen Gartenfesten an reich gedeckten, selbst gezimmerten Gartengarnituren bei Bier und Wodka keine Seltenheit.“ Weiter lesen

Johann (67)

„Das Gemeinschaftsessen mit manchmal 30 Personen von Bekannten und Freunden einschließlich ihrer Kinder war ein Erlebnis italienischer Kultur von ganz einmaliger Art. Es ließ die Strapazen der Arbeit sehr schnell vergessen.“ Weiter lesen

Dietmar (64)

Als Senior im „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“

Dr. Dietmar Eisenhammer, bis 2004 in leitender Tätigkeit in der Mainzer Staatskanzlei für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Belgien, Luxemburg und Frankreich sowie der Schweiz tätig, engagiert sich beispielhaft im Ruhestand. Finden Sie hier seinen lesenswerten Bericht zu seinem Freiwilligeneinsatz beim Internationalen Bauorden.

„Seit 2005 bin ich als jetzt 67-jähriger „älterer Freiwilliger“ im Rahmen von bislang sieben praktischen sozialen Einsätzen in Italien, Frankreich, der Ukraine und Deutschland unterwegs sowie in vielfältigen europäischen Gremien als Berater und Experte eingebunden. Nach meinem aktiven Berufsleben stand für mich fest, mich für soziale Projekte in Europa zu engagieren. Dabei fand ich beim „Internationalen Bauorden“ in Ludwigshafen (www.bauorden.de) eine Organisation, die europaweit solche Freiwilligeneinsätze nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Senioren vermittelt. Ich ergriff die Chance, um als Senior in dieser Lebensphase aktiv und unternehmungslustig zu bleiben, Energie für neue Aktivitäten zu tanken sowie das Erfahrungspotential auch noch im Alter zu nutzen und zu erweitern. Nicht nur die Jugend ist die Zukunft Europas, sondern auch die Älteren.

Meine Einsätze erforderten volle Arbeit mit beiden Händen bei körperlich guter und gesunder Konstitution. Die Baucamp-Gruppe war immer international mit Jugendlichen gemischt. Dabei war ich oftmals der einzige „Ältere“. Die Arbeitszeit belief sich im Durchschnitt auf 35 – 40 Wochenstunden. Die Unterkunft war einfach. Das Essen immer landestypisch und hervorragend. Die  14-tägigen Aufenthalte in den europäischen Baucamps waren für mich stets eine große Bereicherung und gleichzeitig eine neue Herausforderung gewesen. Ich habe viele Eindrücke und  Erlebnisse mit nach Hause genommen. Ich freue mich auf meine nächsten Einsätze als „älterer Freiwilliger“ in Europa!
Das „Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ist deshalb eine gute Gelegenheit, auch andere Senioren zu motivieren, sich in und für Europa freiwillig einzubringen. Gleichzeit ist das EJF 2011 für mich Bestätigung und Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen!“

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege: Projektbeispiele. URL: http://ejf.bagfw.de/index.php?id=2422 Stand: 20.01.2011.

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