Praktikum auf der Baustelle

Das Studium mit sozialem Engagement verbinden – diese Möglichkeit bietet der Internationale Bauorden (IBO) Studierenden der Architektur und des Bauingenieurwesens. Viele der Baucamps  des IBO sind als Baustellenpraktikum geeignet.

Die Studierenden arbeiten in Deutschland oder im Ausland in einer internationalen Gruppe. Zwei bis vier Wochen (oder auch länger) bauen und renovieren sie acht Stunden täglich unter fachlicher Anleitung. Sie unterstützen damit gemeinnützige Einrichtungen, denen für diese Arbeiten oft das Geld fehlt und gewinnen gleichzeitig praktische Erfahrungen.

Der Teilnehmergebühr für ein Camp in Deutschland beträgt 80,- Euro (ab dem zweiten Camp im Kalenderjahr 60,- Euro), für ein Camp im Ausland 110,- Euro (Camps in Marokko 280,- Euro, Camps in Russland, Armenien und Georgien 180,- Euro). Die Teilnehmer werden durch den Bauorden versichert und erhalten Verpflegung und einfache Unterkunft.

Reisekosten werden nicht erstattet. Für die Teilnahme an einem Camp in Russland, Armenien oder Georgien bezahlt der Bauorden Freiwilligen zwischen 18 und 26 Jahren einen Reisekostenzuschuss von 220,- Euro, für ein Baucamp in Weißrussland oder in der Ukraine 100,- Euro.

Interessierte Studenten beraten wir gerne bei der Auswahl eines geeigneten Projektes.

Erfahrungsbericht

„In Medewege sind mir zwei Dinge ins Bewusstsein gerückt, welche mir im Studium bisher fehlten: wie wichtig Praxiserfahrung und wie wichtig Ökologie beim Bauen sind.“ Weiterlesen
Andrea (23), Baucamp in Schwerin

Fragen und Antworten

Wie meldet man sich an, wo kann ich mich bewerben?

Für ein Baustellenpraktikum in einem Baucamp meldet man sich „ganz normal“ an, wie alle anderen Teilnehmenden auch. Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung mit, dass Sie ein Praktikum machen möchten.

Wie finde ich das passende Baucamp?

Unter Baucamps sind alle aktuellen Baucamps eingetragen. Dort sind auch die geplanten Arbeiten aufgeführt. Da zwischen Veröffentlichung des Programms und Beginn der Baucamps mehrere Monate liegen, kann es kurzfristige Änderungen bei den Arbeiten geben.

Die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle beraten Sie gerne bei der Wahl eines geeigneten Baucamps!

Was ist, wenn ich eine längere Praktikumszeit brauche?

Wer eine längere Praktikumszeit benötigt, kann mehrere Baucamps hintereinander machen. Bei einem Firmenpraktikum ist man ja oft auch nicht immer auf der gleichen Baustelle.

Geht das auch kurzfristig?

Meistens gibt es auch noch sehr kurzfristig freie Plätze in einem Baucamp. Einfach in der Geschäftsstelle anrufen und nachfragen!

Kann ich mit einem Freund / einer Freundin zusammen das Praktikum machen?

Ja, gerne – wenn es in dem Projekt noch zwei freie Plätze gibt.

Wie ist das mit dem Praktikumsbericht?

Der Praktikumsbericht sollte nach den Praktikantenrichtlinien der jeweiligen Uni/FH geschrieben werden. Wir unterzeichnen und stempeln den Bericht natürlich.

Wie bekomme ich die Praktikumsbescheinigung?

Nach dem Baucamp schicken Sie uns den Praktikumsbericht bzw. den Fragebogen zur Auswertung des Baucamps. Wenn Sie uns dabei mitteilen, dass Sie eine Bestätigung benötigen, schicken wir Ihnen gerne eine Praktikumsbescheinigung zu.

Wird das Praktikum immer anerkannt?

Von Seiten des IBO kann (fast) jedes Baucamp als Baustellenpraktikum anerkannt werden. Man sollte sich allerdings vor Beginn des Baucamps mit dem Praktikantenamt der Uni/FH in Verbindung setzen, um sich nach den jeweiligen Modalitäten zu erkundigen und zu klären, ob das Praktikum in dieser Form auch anerkannt wird. Gerne schicken wir dazu Informationen zum Bauorden und zu dem jeweiligen Projekt.

Ansprechpartner für Fragen zur Anerkennung (auch für Praktikantenämter)

Dipl.-Ing. Martin Feinendegen
RWTH Aachen
Geotechnik im Bauwesen
Tel.: 0241 / 80-252 49
feinendegen[at]geotechnik.rwth-aachen.de

Brauche ich Vorkenntnisse für die Arbeiten?

Nein, die Arbeiten werden vor Ort erklärt und angeleitet. Es schadet aber nicht, wenn man handwerkliche Kenntnisse oder ein gewisses Geschick mitbringt.

Muss ich die Landessprache oder Englisch beherrschen?

Nein. Es ist sicherlich nützlich zumindest einige Worte der Landessprache zu lernen, aber im Camp selber gelingt die Verständigung auf Deutsch, Englisch, Russisch oder „mit Händen und Füßen“ und mithilfe der anderen Freiwilligen, die übersetzen.
Fremdsprachenkenntnisse sind also nicht erforderlich.

Ich möchte nächstes Jahr ein Baustellenpraktikum machen. Ab wann kann ich mich anmelden?

Die ersten Projekte stehen im November des Vorjahres auf unserer Homepage online, dann kann man sich bereits anmelden. Das gedruckte Programm erscheint dann jeweils im folgenden Frühjahr.

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